Künstler 2017

Roachford

Roachford ist einer jener Soulsänger, die Songs, gleich welchen Genres, mit ungemein viel Seele füllen. Mit seinen 50 Jahren präsentiert sich der gebürtige Londoner topfit und geht jedes Konzert mit schweißtreibendem Elan an – Roachford verausgabt sich bis zur letzten Zugabe. Passenderweise wird auch sein nächstes Album „Encore“ heißen, das 2016 erschienen und ein sehr persönliches Album ist. Enthält es doch Andrew Roachford’s Lieblingstitel und einige Klassiker unterschiedlicher Herkunft, die er perfekt in ein fein nuanciertes Retro-Soul und –Popgewand arrangiert. Die Liste reicht von Bill Withers’ unverwüstlichem „Ain’t No Sunshine“ über „Family Affair“ von den Funk-Großmeistern Sly & The Family Stone und „Holding Back The Years“ von Simply Red bis hin zu „Under The Bridge“ von den Red Hot Chili Peppers. „Dieses Album enthält einige von jenen Songs, die mich im Laufe der Jahre als Performer befeuert haben und dazu beigetragen haben, dass ich selbst bemüht bin, jede Show zu einem magischen Ereignis zu machen.“ Eine Fähigkeit, die ihm einen lukrativen Nebenjob eingebracht hat: Seit einigen Jahren ist Andrew Roachford Leadsänger (und Komponist) bei Mike and the Mechanics und meistert auch diese künstlerische Herausforderung mit Bravour. Roachford hat sich seit seinen großen Charterfolgen in der 90ern freigespielt und firmiert heute als feste Größe im internationalen Musikbusiness. Der charmante Soulman kann sich auf seine Fans verlassen, die genau wissen, was sie bei den Konzerten erwartet: simply sweet sweat soul music , tolle Stimmung, viel Schweiß und wahrscheinlich jede Menge Encores. Freuen Sie sich, einen der besten englischen R'n'B-Musiker unserer Zeit live zu erleben.

Rodgau Monotones

Die „Rubinhochzeit“ rückt näher

Fragt man die Musiker der Rodgau Monotones nach dem Status ihrer Band, hört man Sätze wie „Wir sind ein unzerstörbarer Anachronismus“. Da klingt ein wenig Selbstironie an, auch sympathisches Understatement, vor allem aber viel Selbstbewusstsein. Schließlich ist die Band aus dem hessischen Hinterland seit 1977 unterwegs. Und das im Kern mit der selben Besetzung. Denn Sänger Peter „Osti“ Osterwold, die Gitarristen Ali Neander und Raimund Salg sowie Bassist Joky Becker und Schlagzeuger Mob Böttcher sind Gründungsmitglieder der Monotones. Worum es ihnen ursprünglich ging, daraus machen die Herren keinen Hehl. „Unsere erste Probe war geil und laut, wir ham Bier getrunken, ZZ Top geklaut ...“ setzten sie ihren Anfängen später in zwei Songzeilen ein Denkmal. Blues, Boogie und markanten Rockriffs sind sie auch in eigenen Liedern bis zum heutigen Tag treu geblieben. Im typischen „Rodgau Style“ mit treibendem Schlagzeug, einem stoischen Bass, jeder Menge fetter Gitarren, ekstatischen Gesängen und scharfem Gebläse als Bonus. Dafür sind längst Sängerin Kerstin Pfau als zweite Stimme und Saxophonist Matthias Dörsam mitverantwortlich. Wer die Rodgau Monotones aufgrund all der Hessizismen und unüberhörbarem Lokalkolorit in den Texten nach wie vor für ein regionales Phänomen begreift, schaue sich einmal die Geschichte der Rodgau Monotones an. Da wird schnell deutlich, dass die Gruppe ein unverzichtbarer Teil der deutschen Rockgeschichte ist. Nur das muss man selbst erfassen, denn Marketing und Selbstvermarktung war nie das Ding des Monotones. Sie seien eine Marke mit einem Vermittlungsproblem haben sie dazu einmal gesagt. Aber in der raren Spezies deutschsprachiger Rock’n’Roller haben sie die Nase dennoch ganz weit vorne und sind nach wie vor eine der besten Liveacts hierzulande. Unprätentiös bei aller spielerischer Klasse. Unaufgeregt und vielleicht auch ein wenig bequem. Denn ständig zwischen Garmisch und Flensburg zu touren ist nicht ihr Ding. Aber wenn sie dann wieder mal in der Fabrik in Hamburg auftreten, ist die Hütte voll. Die Lust am Spielen hat bei ihnen immer Priorität. Viele Songtitel auf dem neuen, inzwischen 14. Studioalbum, augenzwinkernd-angeberisch „Genial“ getauft, signalisieren das. „Vollgas“, „Mama Lauda“ (sprich „Mach’ mal lauter“), „Wie geil ist das denn“, „Wenn’s abgeht“, „Das macht uns keiner nach“ (mit dem Credo: Lieber laut als tot ...) und „Immer noch Spaß“. Das kam auch in benachbarten Bundesländern an. So konnten man auf der Website des SWR unter der Überschrift „Wuchtiger Boogie Rock“ lesen: „Die hessischen Spaßrocker kombinieren auf ihrem ersten Studioalbum seit sieben Jahren einmal mehr wuchtigen Boogie-Rock à la ZZ Top mit saftigen Bläsersätzen, fast schlagerhaft eingängigen Hooklines und natürlich witzigen Texten. Wie immer bleibt darüber hinaus Raum für nachdenkliche Zwischentöne, und auch die berühmten Stilparodien fehlen nicht – diesmal müssen die Shanty-Rumpel-Rocker von Santiano dran glauben. Musikalisch, musikantisch und produktionstechnisch passiert das alles auf hohem Niveau. Genial? Zumindest bestechend.“ Und trotzdem wird das Septett immer mal wieder mit Klischees wie „Klamaukband“ oder „Festzelt Rocker“ konfrontiert. Doch da hat Ali Neander die richtige Antwort parat: „Gerade in Zeiten, in denen Rockmusik immer ironiefreier und humorloser zu werden scheint, müssen bewährte Kräfte wie wir für Abhilfe sorgen. Aber zwischen all dieser Partylaune verstecken sich auch zahlreiche kleine textliche Gemeinheiten und, hört, hört, auch so etwas wie ein politischer Anspruch.“

The Gypsys

Erleben Sie die besten Hits der letzten Jahrzehnte - atemberaubend nah am Original orientiert, jedoch ohne blind zu kopieren. „The Gypsys“ entführen die Zuhörer auf eine musikalische Weltreise in bis zu 10 verschiedenen Sprachen: Von spanisch (entre dos tierras), italienisch (cose de la vita) oder portugiesisch (mas que nada) bis hin zu türkisch (simarik) oder gar afrikanisch (seven seconds). Jahrzehntelange Bühnenerfahrung, vier verschiedene Frontstimmen und höchste Virtuosität an den Instrumenten sind der Garant für internationale und niveauvolle Partystimmung.

Emergency Exit

EMERGENCY EXIT wurde 1992 gegründet und spielt seit 2013 in der aktuellen Besetzung. Die Stilrichtung der Band ist Rock und Pop aus den 70ern bis heute. Der glückliche Umstand über einen weiblichen und einen männlichen „Frontie“ zu verfügen, ermöglicht es der Band ein breites Spektrum an verschiedenen Stilrichtungen darbieten zu können und so nahezu jeden musikalischen Geschmack zu befriedigen. Das Angebot reicht von AC/DC über Pink bis hin zu Queen und Mother's Finest. Aber auch nicht ganz so weit oben auf dem Chart-Olymp angekommene Künstler wie Tyketto, Beth Hart und Avantasia werden von uns in Ehren gehalten. Falls bei dem ein oder anderen Song erforderlich greift der Gitarrist auch zur 6-saitigen und rundet den ohnehin schon fetten Sound nach oben hin ab. Die Band will ja keine trockenen Augen zurücklassen.